3-Tagestour in den Berchtesgardner Alpen

Am Freitag, den 13. September um 9 Uhr trafen wir uns alle bei Dagmar, wir, das waren Hermann, Christian, Christine, Heinz und Marianne. Das Wetter sollte sehr schön werden, was sich auch bestätigte.

 

Vom Parkplatz in „Hinterbrand“ marschierten wir erst einmal ein kurzes Stück durch den Wald. Dann ging es sehr schnell bergauf. Ein paar Kühe lagen faul am Wegesrand und ließen sich von uns nicht stören. Nachdem wir die Mittelstation der Jennerbahn überquert hatten, ging der gemütliche Forstweg in einen schmalen Pfad über. Da wir alle schon bald großen Durst hatten, waren wir froh, dass eine sehr gemütliche Hütte zum Einkehren, die „Priesbergalm“, den Weg kreuzte. Leider konnten wir nicht lange bleiben, schließlich waren wir in der Gotzenalm angemeldet. Uns erwartete noch eine Schluchtdurchquerung, der „Hirschlauf“, der einige Konzentration erforderte, anschließend ein schweißtreibender Anstieg auf einem Forstweg. Schweißgebadet kamen wir abends am Ziel an, nicht, ohne vorher noch am Aussichtspunkt des „Feuerpalfen“ die Sicht über den Königssee zur „Watzmann“ – Ostwand zu genießen. Nach einer kurzen Teilwäsche mit sehr kaltem Wasser (Duschen gab es leider nicht) konnten wir uns bei einem guten Essen stärken. Wir hatten Glück und bekamen ein Zimmer für uns 6.


Lange Ausschlafen war nicht drin, Hermann ist meistens der Erste, der aus dem Bett flüchtet. Nach einem ausgiebigen Frühstück ließen wir die „Gotzenalm“ hinter uns. Erst ging es bergab, der Weg war noch feucht von der Nacht, deswegen mussten wir aufpassen, damit keiner ausrutschte. Gegen Mittag wurde es besser, meistens bergauf, ab und zu auch wieder abwärts, ging`s weiter Richtung „Schneibstein“. Am „Seeleinsee“ machten wir Pause und vertilgten hungrig unsere mitgebrachten Brote. Meistens am Bergrücken entlang mit der Sonne im Rücken erreichten wir endlich den Schneibstein-Gipfel bei einer Höhe von 2276 m, wie immer bin ich die Letzte. Am Gipfelkreuz setzten wir uns ein paar Minuten auf die Felsen und bewunderten die schöne Aussicht. Unser Ziel war aber noch nicht erreicht. Nun ging´s sehr steil bergab und wir waren froh, als endlich das Stahlhaus zu sehen war. Hier konnten wir uns für 2.50 € eine Dusche genehmigen. Nach einem guten Essen und gemütlichen Abend in der Hütte suchten wir unser Lager auf. Mit fast 30 anderen Übernachtungsgästen (pro Person ca. 60 cm zur Verfügung), kuschelten wir uns Rücken an Rücken in unsere Schlafsäcke.


Das gute Frühstück entschädigte uns für den sehr wenigen Schlaf in dieser Nacht.  Wir hatten heute nur noch einen kurzen Anstieg auf den Jenner. Am Gipfelkreuz waren wir nicht die einzigen. Viele waren mit der Bahn hochgekommen und genossen auch die Aussicht.


Von hier ging`s dann nur noch bergab. Kurz vor dem Parkplatz fanden wir eine sehr gemütliche Hütte zur letzten Einkehr. Dagmar brachte uns sicher zu unserem Ausgangpunkt zurück. Froh, nicht zu spät nach Hause zu kommen, traten wir die Heimfahrt an.

 

Text und Bilder: Marianne

 

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