Bergtour im Chiemgau 28./29.06.2019

Am Freitag vormittag starteten vier DAVlerinnen und DAVler zur Tour auf die Hochrieshütte. Nach einer etwas langwierigen Fahrt, die durch zahlreiche LKWs gehemmt wurde, erreichten wir gegen 13 Uhr dennoch unseren Ausgangspunkt am Parkplatz Lederstube in Frasdorf. Bei sonnigem Wetter und gut gelaunt nahmen Dagmar, Annemarie, Hermann und Udo die Strecke in Angriff.

Die erste Einkehr sollte in der Frasdorfer Hütte erfolgen, nachdem wir auf deren Parkplatz kostenlos parken durften. Aber leider war diese Hütte geschlossen, so daß wir ohne Imbiß weiter marschieren mußten. Dafür machten wir an einem kleinem Kreuzerl etwas oberhalb der Hütte Rast und genossen erstmals die schöne Gegend. Aber irgendwann mußten wir halt weiter und ließen auf Forststraßen und Bergwegen so manche Höhenmeter hinter uns. Aufgrund der heißen und sonnigen Witterung freuten wir uns auf die nächste Rast, die an der riesenhütte stattfinden sollte. Leider ist diese einstmals so urige Hütte von der Sektion Oberland aufgegeben worden und manchen von uns blutete ob dessen das Herz! Nun war es nicht mehr weit zu unserem Tagesziel, der Hochrieshütte auf 1568 Metern Höhe. Fantastisch! Wir genossen einen super Ausblick über sämtliche Gipfel und Höhenzüge des näheren und ferneren Alpenraumes von den Berchtesgadener Alpen mit Untersberg und Hohem Göll über die Reiter Alpe und weiter über Sonntagshorn und Loferer Steinberge bis hin zu den vor uns liegenden Kaisermassiven des Zahmen und Wilden Kaisers. Im Hintergrund lachte uns auch noch das Glocknermassiv und die schneebedeckten Gipfel der Zillertaler und Tuxer Alpen bis hin zur Wildgerlosspitze an! Auf der Hütte stieß dann auch noch Florian zu uns, der erst später aus der Arbeit kam. Gemeinsam genossen wir das Abendessen auf der Sonnenterrasse der Hütte und die netten Wirtsleute (-innen) bewirteten uns sehr nett und aufmerksam mit ihren guten Speisen und Getränken. Leider waren andere Übernachtungsgäste (Lehrer!!!) nicht so nett und ignorierten die Hüttenruhe vollends, so daß die meisten von uns wenig Schlaf abbekamen.

 

Nach dieser ziemlich schlaflosen Nacht starteten wir morgens nach einem hervorragendem Frühstücksbuffet zu unserer „Haupttour“. Zunächst ging es von der Hochrieshütte leicht bergab und dann wieder bergan zum Karkopf auf 1496m. Nach einer kurzen Rast ging es über Felsgelände runter und dann wieder hoch zum Feichteck auf 1514m, wo wir eine etwas längere Rast einlegten. Nachdem wir uns gestärkt und den fälligen Gipfelschnaps (feine Südtiroler Marille, den Udo spendierte) sowie die tolle Aussicht genossen, ging es weiter abwärts zur Wagneralm und dann zur Schwarzriesalm, wo wir Mittagsrast einlegten. Leider waren auf dem Abstieg zur Wagneralm Waldarbeiter im Einsatz gewesen, die den ursprünglichen Weg entfernten, so daß wir über „Stock und Stein“ uns den Weg selber suchen mußten. Dafür entschädigte uns auf der Schwarzriesalm der gute gespritze Johannisbeersaft und die Kaspressknödel! -

 

Nun ging es ans „Eingemachte“!: auf dem Weg zum Klausenberg mußten wir uns ob eines aufgelassenen Weges wortwörtlich „durch die Büsche schlagen“, was nicht jedem der Truppe gefiel und so mancher Fluch fiel. Aber nach durchgestandener Durchschlageübung kamen wir – o, welche Überraschung! - wieder auf einen „normalen“ Weg. Dieser schweißtreibende Aufstieg zum Klausenberg (1564m) forderte sehr viel von uns ab und wir waren froh, als wir oben waren und nun wieder „normales Terrain“ erreichten. Nun ging es immer etwas bergauf, bergab am Kamm entlang bei super Aussicht und langsam kehrte wieder „Frieden“ in der Gruppe ein.

 

Aber so langsam hatten wir doch etwas Verlangen nach einer g'scheitn Brotzeit und was gscheits zu Trinken und so sehnten wir uns nach unserem nächsten Ziel, der Hofalm auf 970m. Eine sehr urige Alm, freundliche Wirtsleute und ein super Essen! Sogar die Kühe kamen und genossen das süffige Wasser aus der Tränke :-)  !

 

So, nachdem wir schon alle zwar gestärkt, aber fertig waren, kam noch der letzte Teil: der Abstieg bis zum Auto: Komisch: aber der Abstieg war gefühlt wesentlich länger als der Aufstieg am Tag zuvor[?]! Welche Kräfte hier wohl am Spiel waren?? Aber schließlich gelangten wir total geschafft, aber glücklich und unversehrt am Auto an und verabschiedeten zunächst Florian, der zu seinen Eltern nach Piding weiterfuhr und dann starteten wir anderen die Rückreise. Inzwischen war es ca. 20.30 Uhr und wir waren alle froh, endlich im Auto zu sitzen und sich der Bergschuhe entledigen zu können! Es war ein seeehhr langer Tag und auch auf dem Heimweg warteten noch unvorhergesehene Ereignisse: Zunächst versperrte ein Bus die Hauptstraße, so daß wir auf eine Umgehung ausweichen mußten und dann war in der nächsten Ortschaft auch noch ein Feuerwehreinsatz. - Aber schließlich kamen alle wieder gut nach Hause und nehmen viele positive Eindrücke mit – für mich vor allem die tolle Aussicht auf dem Hochrieshaus, von der ich nicht genug bekommen konnte!

 

Ich bedanke mich bei Dagmar für's Fahren und die gute Organisation der Tour! Bei meinen Mitwanderern bedanke ich mich für die gute Kameradschaft und das gute Miteinander!

 

Gerne demnächst mehr!

Udo Rößler (Text)

 

Bilder von Florian und Dagmar:

 

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