Bericht Sektionabend 10.2019

Sektionsabend beim Alpenverein: Pokale für den Kletternachwuchs und Vortrag über Klettern in Norwegen.

 

Bei den olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio werden erstmals Wettkämpfe im Sportklettern ausgetragen. Kletterer aus dem Deggendorfer Raum werden da zwar mit Sicherheit nicht an den Start gehen, aber die ersten Erfolge des heimischen Kletternachwuchses zeigen, dass diese noch relativ junge Sportart zwischenzeitlich im allgemeinen Interesse angekommen ist. Die Alpenvereinskletterhalle trägt sicher ihren Anteil dazu bei. So wurden beim Novembersektionsabend die jungen Nach­wuchskletterer in der Altersklasse der 13-14 Jährigen mit Pokalen und kleinen Präsenten geehrt. Wie bereits berichtet, erreichten Annalena Gietl, Johannes Gietl, Anike Walter, Benedikt Gietl und Elisa Watzl beim Soby-Cup vordere Plätze.

 

An der Kletterhalle selbst wird derzeit der für Behinderte notwendige Aufzug eingebaut und die Kletterwände im Außenbereich nehmen Formen an. Projektleiter Erwin Schmid berichtete kurz über den Sachstand.

 

Im anschließenden Vortrag berichtete der gebürtige Norweger und jetzt in Schilthorn bei Plattling lebende Håvard Thoen über seine Kletterreise im Jahr 2017 durch Norwegen. Thoen ist im Verein in erster Linie durch seine sportlichen Aktivitäten in der Kletterhalle bekannt. Mit seinen anschaulichen Bildern entführte er schließlich die zahlreich erschienen Besucher in eine nordische Landschaft, baumlos, mit weitem Blick über Fjorde und steil aufragenden Felsen. Auf der langen Anreise mit dem Campingbus bis zu den nördlich des Polarkreises gelegenen Lofoten, ist Thoen mit seiner niederbayerischen Partnerin erst einmal im Romsdalen und Innerdalen gewandert. Die Kletterei auf den Lofoten muss man sich auch ganz ursprünglich vorstellen und es gibt in den Routen keine Bohrhaken oder Bolts und man muss die Absicherungen mit Klemmkeilen und Friends selbst vornehmen. „Ich hatte selbst noch keine sehr große Erfahrung im Felsklettern und vor meiner ersten Tour hatte ich Angst und ganz schlecht geschlafen“ erzählte Thoen. Von einem idyllischen Campingplatz am Strand von Kallebukta unternahmen die beiden Kletterer dann erst einmal leichtere Touren zum Üben, wie Thoen erklärte, an Boulderblöcken und niedrigeren Felsen, um mit dem Legen von Klemmkeilen und dem Verklemmen von Händen und Füßen mit dem Rissklettern vertraut zu werden.

 

Bei dem kleinen Ort Henningsvær fand man dann reichliches Betätigungsfeld um an Schuppen, Kanten und Rissen, hoch über dem Djupforden ausgesetzte Felstürme und Wände zu begehen. So manchem der Zuschauer dürften die Hände gekribbelt haben, bei den Bildern von der Besteigung des Svolværgeita, dem Wahrzeichen der nahen Stadt Svolvær, die auf der Hurtigenlinie liegt. In schwindelnder Höhe und völlig ausgesetzt klettert man bis auf eine schmale Felsspitze, mit Tiefblick auf die Stadt und den Fjord.

 

Mit dem Besuch eines weiteren Klettergebietes südlich von Narvik und der Besteigung einer 1700 Meter hohen Route am Romsdalhorn bei stürmischem Wetter ging die Kletterreise zu Ende.

 

Text: wang

Bilder: H. Thoen

 

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