Zeitungsartikel aus dem Sektionsabend März 2013

Bildervortrag mit und von Rud Scharf beim Alpenverein Sektion Deggendorf.

Auf dem Laugavegur in Island.

von Rudi Scharf.

 

 

Im zauberhaften Gebiet Landmannalaugar erliegen wir den Reizen der heißen Quellen und bunten Rhyolithbergen. Wir genießen ein Bad in einer natürlichen Quelle und das Aufleuchten der umliegenden bunten Berge im Abendlicht.“ Wer mit diesen Vorstellungen aus der Vorankündigung zu seinem Bildervortrag von Rudi Schaft zum letzten Sektionsabend des Alpenvereins ging, wurde nicht enttäuscht.
Mit anschaulichen Bildern berichtete Scharf über den Langavergur, dem wohl schönsten Weitwanderweg Islands.

 

Anfang Juli vergangenen Jahres war der Vortragende zusammen mit seiner Ehefrau und zwei weiteren Sektionsmitgliedern auf der neuntägigen Hüttentour unterwegs. Vier Selbstversorgerhütten standen den Weitwanderern auf ihrem Weg im Süden der Insel zur Verfügung. Die Route brachte sie auch ganz nahe an den berühmt-berüchtigten Vulkan Ejafallajökull, der erst wieder im Jahre 2010 ausgebrochen war und in ganz Nordeuropa mit seiner Ascherauchwolke den ganzen Flugverkehr beeinträchtigt hatte.

 

Nach einem Flug in die isländische Hauptstadt Reykjavik war zu Beginn der Reise erst eine Stadtbesichtigung geplant. Scharf erzählte von dem Walfängerrecht der Isländer, zeigte Bilder vom Hafen und der in modernster Architektur errichteten riesigen, mit Glaselementen umfassten Konzerthalle sowie einen Blick vom Turm der nahezu 75 Meter hohen Hallgrismskirche, dem eigentlichen Wahrzeichen der Stadt. Von den 320.000 Einwohnern des Inselstaates leben etwa zwei Drittel davon in Reykjavik.

 

Von hier aus fuhr die Wandergruppe in einer vierstündigen Busfahrt zum Ausgangspunkt Landmannalaugar. Scharf konnte mit seinen ausdrucksstarken Bildern den Betrachter mitnehmen, in die farbintensiven Rhyolithberge. Da waren Schluchten, aus denen grell leuchtendes Gelb zwischen augenfreundlichem Grün hervorblitzte, rostrote Felsen überragten Geröllhänge, die vom Grau bis ins Ocker geschichtet waren. Die Wanderer erreichten nach Überquerung eines drei Kilometer langen Lawafeldes den Obsidianberg, der übersäht ist von zahllosen vom Blaugrün bis ins Schwarze schimmernden Obsidianen.

 

Die Verpflegung mussten die Teilnehmer größtenteils selbst mittragen, denn auf den Hütten war Selbstversorgung angesagt. Lediglich einmal konnte sich die Gruppe auf ein Essenspaket freuen, das ein Zubringerdienst per Jeep an eine Hütte geliefert hatte. Trotz des schweren Rucksacks, genossen die Wanderer immer wieder die gewaltige Aussicht zum See Alftavath, bei der Durchquerung einer schier endlos scheinenden Hochlandwüste oder beim Erreichen der Gletscher- und Schluchten-landschaft der Thorsmörk. Es tauchen heiße Quellen auf und Wasserfälle begleiteten die Truppe an ihr Ziel, dem Meer, an der Südküste der Insel.

 

Zeitungsartikel von: Wolfgang Angermeier.

Foto von: Rudi Scharf.

 

laugavegur
Text zum Bild:

Auf dem Laugavegur, dem schönsten Fernwanderweg Islands, mit Blick auf den See Alftavath.