Schneeschuhtouren im Chiemgau!

Schneeschuhtouren rund ums Seegatterl im Chiemgau mit Dürrnbachhorn (1763 hm) und Fellhorn (1765 hm) vom 19.-20.02.2022

 

Wir freuten uns auf die erste Wintertour mit Übernachtung auf der Traunsteiner Hütte Winklmoosalm.  Einer Hütte auf 1160 m, die großen Wert auf gutes Essen legt und eine tolle Aussicht auf die Loferer Steinberge und die Steinplatte bietet. Übrigens gibt es hier auch „Sternführungen“! Die Winklmoos-Alm ist von der International Dark Sky Association anerkannter Sternenpark“! Ganzjährig geöffnet treffen sich hier im Winter die Schneeschuhwanderer, Skifahrer, Skitourengeher, Langläufer und Rodler.
Die geltenden Corona-Regeln erhöhten unseren Trainingseffekt, indem wir einen eigenen Schlafsack mit Leintuch mitbrachten. Was natürlich für uns Mädels kein Problem darstellte.


Mit Guide Sigi waren wir zu fünft – Lisa, Uschi, Nicole und Sabine. Passten alle in ein Auto und los ging’s von Deggendorf aus ins Chiemgau um 5 Uhr – übliche Gebirgs-Abfahrtszeit. Ziel war der Parkplatz Seegatterl (750 hm). Unsere gute Laune machte sich schon auf der Hinfahrt bemerkbar, noch dazu wo wir uns auf eine gemütliche Pause im Kaffeehaus Ruhpolding freuten. Am Seegatterl angekommen war die Tourenabfahrt für uns Schneeschuhgeher leider gesperrt und wir wanderten auf dem Sommerweg durch den Dürrnbachgraben entlang auf die Winklmoosalm. Ein Waldsteig, der relativ flach, wenig aussichtsreich ist und sich etwas zieht. Die Schneeschuhe konnten bis kurz vor der Hütte am Rucksack verbleiben, die Verdichtung durch vorhergehende Skitourengeher bzw. Loipenpiste war gut tragfähig. Nach rund zwei Stunden erreichten wir die Winklmoosalm mit herrlichem Ausblick auf das Wintersportgebiet Steinplatte und den Loferer Steinbergen. Wir stärkten uns auf der Traunsteiner Hütte mit einer Brotzeit. Der Hüttenwirt Marko ist bekannt für seine gute Küche mit frischen Zutaten wie überhaupt alle Zutaten aus der Region stammen. Nicht nur die vorzüglichen, üppigen Suppen erwärmten uns das Gemüt, auch ein Kachelofen in der urigen Stube.


Nach der Lagerzuteilung schnallten wir unsere Schneeschuhe an und auf ging’s zum Dürrnbachhorn (1763 m), über dessen Gipfelgrat die Grenze zwischen Österreich und Bayern verläuft. Ein typischer Waldberg der östlichen Chiemgauer Alpen.
Die Lawinengefahr war kein Thema, trotzdem war die LVS-Ausrüstung vorbildlich im Einsatz. Zunächst stiegen wir in Richtung Dürrnbergalmen auf – erst dann zieht sich die Route über sehr schönes, freies Gelände. Sonne, griffiger Schnee und die immer besser werdende Aussicht lies uns gut vorankommen. Von dem latschenbewachsenen Rücken war bei dieser ordentlichen Schneelage kaum etwas zu merken. Uns führte ein schöner mittelsteiler Gipfelhang zum höchsten Punkt. Ein Aussichtsberg mit herrlichem Rundblick in die Alpenwelt des Chiemgaus und der Zentral-Alpen. Gipfelglück nach rund 1000 hm. Wir nehmen uns Zeit fürs Schauen, Essen, Tee trinken, Fotos machen. Und was darf nicht fehlen? Uschi´s bester Marillenlikör als Gipfelschnaps! Aber nicht der Einzige diesmal – Nicole´s Fortshäusler und noch Schnapspralinen rundeten die Gipfelgeburtstagsfeier von Nicole ab! Der Abstiegsweg ist der gleiche wie der Aufstiegsweg. Uns erwartet ein vergnüglicher Hüttenabend mit gutem Essen in einer lustigen Runde. Sigi hatte große Mühe uns „Nummerngirls“ in Schach zu halten. Von der Hüttenwirtin erhielten wir als Beinamen eine schöne Ziffer!  Noch dazu hatten wir den Geburtstag von Nicole zu feiern!

 

Am nächsten Tag mußten wir leider Nicole am Seegatterl verabschieden. Sie nahm Fahrt auf in die Schweiz und wir zum Fellhorn (1765 hm). Wieder rund 1000 hm, diesmal stramme 17 km!
In südwestlicher Richtung durch den Bergwald zur Hemmersuppenalm (1218 hm), dann etwas steiler zur Eggenalm, auf der sich das Straubinger Haus befindet. Einige Querungen waren für uns Schneeschuhgeher eine Herausforderung, für die Skitourgeher sind manche Passagen einfacher zu meistern. Von der Eggenalm gelangen wir hinauf zum breiten Bergrücken des Fellhorns. Ein traumhafter Panoramablick über die Hohen Tauern, die Zillertaler, das Kaisergebirge, die Chiemgauer und Loferer Steinberge läßt uns nicht mehr los. Die Aussicht ließ uns lange verweilen, aber wir hatten noch einen langen Abstieg vor uns. Wieder über die Eggenalm zurück und wir entschieden wir uns für eine Einkehr bei der Natternbergalm (936 hm) zur Stärkung. Bayrischer Wurstsalat, Linseneintopf, Rüblikuchen, Kaffee bei Sigi´s Lieblingsmusik – dem „Blues“. Dafür kamen wir auf die Idee mit dem Schlitten die letzten 200 hm abzufahren! Juchuuuu!! Was für eine Gaudi!! Das machte Spaß!  Und Sigi war so rasant, dass er umkippte und uns Mädels das natürlich sehr amüsierte!


Das waren wieder sehr schöne Winterbergtouren mit Schneeschuhen und kulinarischem Verwöhnprogramm. Wir bedanken uns herzlich bei Sigi Stangl für die gute Organisation und Führung.
Gerne wieder!

 

Text: Sabine

Bilder: Sigi

 

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