Sigi`s Traumtour die 2.te

Hochtouren von der Vernagthütte in den Ötztaler Alpen
vom Freitag, 30. Juli – Sonntag, 01. August 2021

 

…mit von der Partie waren:
Sigi, Mane, Jess, Markus, Kristina, Wolfgang, Fritz, Martin, Lisa und Bianca

 

Ausgangspunkt war Vent im Ötztal.
Erstmal zu acht zogen wir gemächlich hinauf zur Vernagthütte auf 2755m. Dank der Materialseilbahn waren wir in gut zwei Stunden auf der Hütte angekommen. Das Wetter war ein Traum! Sonnenschein und angenehme Temperaturen.
Somit machte auch Lisas „Salatgurke“ nicht schlapp. Ihr Kühlschrank musste nämlich vor der Abreise gelehrt werden und somit begleitete uns die Gurke mit zur Hochtour :-) !


An der Hütte angekommen, stärkten wir uns erst einmal mit einem kühlen Getränk und auch die Bäuche mussten gefüllt werden. Es stand nämlich noch eine „kleine“ Tour zur benachbarten Guslarspitze auf 3127m an. Dank Kaiserschmarrn, Gulaschsuppe und Co. blieb doch tatsächlich Lisas Gurke verschont.


Gesagt, getan. Nach der Stärkung und dem „Bezug“ der Zimmer für 10 Leut, machten wir uns mit keinem, bis wenig Gepäck auf zum Gipfelkreuz, dass wir von der Terrasse der Vernagthütte schon im Auge hatten. Dadurch, dass wir super im Zeitplan waren, entschieden wir uns, nicht nur einen Gipfel zu erstürmen, sondern noch gleich die vordere und die hintere Guslarspitze zu erobern. Schon toll, an einem Tag drei Gipfel zu besteigen!!


Wer Sigi kennt, weiß, dass selten der gleiche Weg zurückgenommen wird. Somit wurde gemeinschaftlich beschlossen, einen Weg zu wählen, der natürlich nicht als Wanderweg gekennzeichnet war. Dieser war aber trotzdem super! Über Felsblöcke und einem Schneefeld ging es zurück zur Vernagthütte.


Gutgelaunt und ui, schon wieder mit einer kühlen blonden und nach einer kurzen Verschnaufpause, dinierten wir unser 3-Gänge-Menue. Suppe, Reisfleisch und lecker Bananensplit. Ach, kann das Leben schön sein!!
Der Hüttenwirt, samt Belegschaft, waren super! Wer kein Fleisch, wie Jess mochte, bekam vegetarisch, wer keine Schokosoße wie Wolfgang mochte, bekam sein Eis ohne Schoki…
Ein Dessert wurde noch unter Mane und Sigi geteilt, aber nicht die Sahne, denn „Sahne verlässt den Körper nie!!“
Gemütlich war der Abend und endlich war auch die Gruppe komplett.


Jess und Martin kamen nach, beide mussten erst noch ihre Arbeit erledigen, bevor sie wohlverdient auf Hochtour durften.
Die Planung für den nächsten Tag war auch schon im vollen Gange. Da sich das Wetter nachmittags verschlechtern sollte, beschlossen wir, dass die Tour zum Fluchtkogel auf 3497m, um 5.45 Uhr startete.
Das bedeutete, der leckere Rotwein wurde eingestellt und dafür eine Mütze voll Schlaft getankt.


Nur leider war nicht viel mit Schlaf! 10 Leute in einem kleinen Zimmer, bedeutet viel Wärme, es hatte richtig „gedampft“!! Kam aber nicht vom Krautsalat…
Was bemerkenswert war, wenn einer mal schlief, es war kein Schnarcher dabei!!


Fazit des Tages:
* wir 10 passen guad zam = eine tolle, lustige Truppe
* a super Tour gleich am ersten Tag
* keiner hat Hunger/Lust auf Salatgurke
*… und a Ortovox-T-Shirt entsteht aus der Markierung der Schafe.


Jeder Schafhirte kennzeichnet seine Schof, um diese auf weitem wiederzuerkennen. Entweder mit blauer, grüner oder roter Farbe. Und aus diesen Markierungen wird dann die Wolle gewonnen!
Und wie entstehen gelbe und braune Ortovox-T-Shirts??? Hmm,… da sand de Markierungen wohl weiter hinten!!?
Mehr sog/schreib i ned darüber!!
Oder hatten wir doch schon zu viel vom Wein?????????


So, zweiter Tag:
Dieser begann um 4.30 Uhr. Raus aus den Federn und rein in die Wanderklufft.
Erstaunlich, was bzw. wieviel manche um diese Uhrzeit schon frühstücken konnten!
Pünktlich um 5.45 Uhr ging es los.


Entlang von Felsblöcken bahnten wir uns den Weg. In einem angenehmen Tempo sammelten wir Höhenmeter. Was weniger angenehm war, es begann zu regnen! Erst nicht so tragisch, aber dann mit der Zeit immer heftiger. Wir beschlossen, Regenhose anzuziehen, aber kaum angezogen, hörte es gottseidank wieder auf und der Himmel zeigte sich wieder hellblau und bald schon, blitzte die Sonne durch. „Wenn Engel reisen!“
In zwei 5er Seilschaften passierten wir dann ein Schneefeld. Gletscherspalten zeigten sich keine.


Der Weg zum Fluchtkogel war äußerst abwechslungsreich, spannend, aber für mich teils auch herausfordernd. Körperlich wie mental…
Und immer wieder hieß es auch; Steigeisen an, aus, Pickel her, dann wieder weg, genauso mit den Wanderstöcken. Es wurden Schneefelder passiert, geklettert, am Grat entlang gegangen oder wie ich auch selbst, im Vierfüßlerstand  nach oben gerobbt.
Der Gipfel kam zwar gefühlsmäßig immer näher, nur sah man „ihn“ nie. Das Gipfelkreuz versteckte sich. Aber dann, nachdem Sigi mich fragte, wie es mir ginge und meine Antwort kurz und knapp „Ich will nur noch ankommen“ war, zeigte sich ein wunderschönes Gipfelkreuz und meine ganze Anspannung war verflogen und mir ging das Herz auf. Ein Traum!!!


Wir hatten es geschafft!! Standen nun zu 10. auf 3947m, rundherum Gipfel, Gletscher und der totale Frieden und diese Ruhe!!
Ein Glücksgefühl, aber auch ein bisschen Stolz, machten sich in mir breit!!!!
Nach einer kurzen Pause und Stärkung machten wir uns auf den Rückweg.
Natürlich nicht den gleichen Weg, eh klar ;-).


Eine schöne Rundtour erbot sich. Wieder in der Seilschaft stapften wir nach unten.
Diesmal zeigten sich aber schon die eine oder andere kleine Gletscherspalte. Sigi musste diese auch mal selbst testen! Aber er kämpfte sich wacker heraus. Hilfe konnte er keine erwarten, schließlich musste diese „Situation“ mit der Kamera festgehalten werden!!


Nach gut 5 Stunden kamen wir überglücklich, aber auch mit kleineren Blessuren, gell Fritz?!, und nassen Stiefeln und triefenden Socken, nicht war Lisa!?, wieder an der Vernagthütte an.
Der Hunger war jetzt dementsprechend groß. So groß, dass Jess und Martin zuerst einen Kaiserschmarrn bestellten. Aber während des Essens feststellen mussten, dass das eigentlich a „Schmarrn“ war, weil eher was „gescheites“ her musste!! Also, kam der Rest vom Kaiserschmarrn in eine Tupperschüssel (was man nicht alles auf a Hochtour mitnimmt!!!?) und Nudeln wurden bestellt.
Viel besser!!!


Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, flüchteten die ersten in die Federn und a Handvoll wollte noch auf den „Hausberg“. Mussten aber kurz darauf wieder umdrehen, da sich jetzt tatsächlich das Wetter verschlechterte.
Naja und ich?
Ich war zu aufgedreht für Schlaf und zu kaputt für a weitere Tour.
Also, rein in die Gaststube und an Schoppen Wein her.


Ich blieb aber nicht lange alleine. Sigi gesellte sich dazu. Man könnte sagen, von 14.30 Uhr – 20.30 Uhr bewiesen wir Sitzfleisch und zeigten Trinkfestigkeit!! Nach und nach trudelten aber auch unsere Hochtourenfreunde wieder in die Gaststube ein und schlossen sich uns an.
Um 18 Uhr wurden wir dann wieder kulinarisch verwöhnt.
Suppe, a riesen Fleischpflanzerl mit Nudeln und als Nachspeise Palatschinken.
A gemütlicher Abend war das noch.
Vor der Hütte liefen immer wieder die Ortovox-Schafe vorbei und die Füchse, ähhh, Murmeltiere, sah man auch immer wieder.
…und es regnete immer noch.


Auch für den Sonntag war keine gute Wetterprognose. So beschlossen wir, am nächsten Tag, nach dem Frühstück abzusteigen.

 

Fazit des zweiten Tages:
*eine wahninnig tolle und abwechslungsreiche Hochtour liegt hinter uns
* eine tolle Truppe, die zusammenhält, Hilfestellung gibt, aufeinander achtet
* Erlebnisse, Eindrücke, die uns keiner mehr nehmen kann
* a durstige und hungrige Mannschaft sand ma
* aber immer noch nicht auf Salatgurke. Diese hat den 2. Tag wieder überlebt!
Tag der Abreise:
Nach dem „Ausschlafen“ und gut gestärkt ging es wieder Richtung Parkplatz.
Überraschend war aber noch der Blick hinauf zu den Gipfeln. Diese waren schneebedeckt!!!
Unglaublich!!!
(Wolfgang musste sich nach dem Aufstehen auch nicht auswaschen. Dies erledigte der Regen. Er schlief nämlich gleich neben dem geöffneten Fenster)
In voller Regenmontur ging es dann schließlich wieder nach unten.
Auf Wiedersehen liebe Vernagtütte, liebe Berge,….

 

Danke liebe Leut für diese schöne, gemeinsame Hochtour!!!!!

 

Was ist eigentlich mit Lisas Gurke passiert???
Tja, auch den Sonntag „überstand“ sie!!!
Und somit ging es für die Gurke wieder zurück in die Heimat….

 

Fazit des letzten Tages:
* so a Gurke kann viel aushalten, zeigt sich lange standhaft und ist in jeder Situation, ob im Rucksack oder in der Hosentasche ein verlässlicher „Partner“!
* wir hatten an diesem Wochenende endlich erfahren, wie ein Ortovox-T-Shirt entsteht
* Fuchs oder Murmeltier? Schaut beides gleich aus…
* nimm immer eine Tupperschüssel mit, man weiß ja nie…
* lass dich nicht mit einem Schlappseil erwischen. Fotos offenbaren alles!!

 

 

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