Statt Hochheide gab's die "Welt der 8000er"

Dagmar und ihre Truppe startete am Freitag gegen Mittag in Rottenmann (ca. 750 m). Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es ziemlich steil durch teils lichten Wald, schweißtreibend, nach oben.

 

Nach ein paar Naschpausen bei Heidel-und Preiselbeeren erreichten wir den "Roßboden" und damit einen Kammweg, der sich in bunten Farben präsentierte. Der ganze Boden bedeckt mit sich rot färbenden Heidelbeer- und Preiselbeersträuchern, Bodendeckergewächsen in allen Schattierungen, dazwischen hellgrüne Moosflechten und immer wieder Erikabüsche wie kleine Inseln, Gräser mit braungefärbten Spitzen und Kiefern rundeten das Bild ab, ein paar weiße Steine als Kontrast und einige Moortümpel machten das Bild perfekt. Rechts von uns die grünen Berge und dunklen Taleinschnitte der niederen Tauern. Links die weißen Berge der Ennstaler in der Sonne, so steuerten wir unserem Bergziel  "Stein am Mandl" (2043 m) zu. Dort oben, nach gut 3,5 Std. Gehzeit, genossen wir eine perfekte Rundumsicht. So machten wir uns gleich daran, die umstehenden Berge zu bestimmen. Dachstein, Grimming , Warscheneck, Haller Mauern mit Pyhrgas, Admonter Reichenstein,  Hochtor - um nur ein paar zu nennen. Dann ging der Blick zu Seegupf, Diewaldgupf, Moserspitz und Hochheide, die wir für den nächsten Tag geplant hätten. Da der Wetterbericht nichts Gutes vorhersagte, beschlossen wir, nach dem Gipfelfoto, den "Seegupf" (2011 m)   gleich noch mitzumachen. So hatten wir zwei Gipfel und gute 1400 Höhenmeter, man kann sagen als Halbtagestour. Ob sich das unsere zwei Neuen nach einer Probetour auf den Dreitannenriegel  s o  vorgestellt hatten? Sie waren sehr tapfer. Der Abstieg zur Rottenmanner Hütte über den Globuckensee verlangte noch etwas Trittsicherheit, war aber mit ein paar Seilsicherungen entschärft. Die gemütliche Rottenmanner Hütte mit schönen Zimmern und gutem Essen ist sehr zu empfehlen. Wer allerdings der Meinung ist, zu viel Komfort auf Hütten - wie eine heiße, kostenlose Dusche, vom Hüttenwirt sofort angeboten -  während er unser Abendessen bereitet, ist hier fehl am Platz.

 

Nachdem wir die wohligen Annehmlichkeiten der Hütte genossen hatten, machten wir uns am Morgen bei Regen an den Abstieg. Freuten uns aber bereits auf unser  Alternativprogramm. In "Spital am Pyhrn" wartete unser nächstes Abenteuer - das Gerlinde Kaltenbrunner Museum, die Welt der 8000er wollten wir erleben. Es gab viel übers Bergsteigen im Allgemeinen und Höhenbergsteigen im Besonderen zu erfahren. Interessant waren tolle Filmaufnahmen an, um und über 8000er. Ebenso beeindruckend war eine Station bei der man die besten Kletterer in bekannten Routen von oben aus der Vogelperspektive, praktisch über die Schulter,, beobachten konnte. In einem gesonderten Raum kann man einen Lawinenabgang mit allen Sinnen nachempfinden. Nachdem wir kräftig durchgeschüttelt waren, machten wir noch ein obligatorisches Foto vor der 8000er Wand. Nach so viel Berg  gönnten wir uns noch eine Stärkung, bevor wir die Heimfahrt antraten.

 

Danke an die nette Gruppe. War schön mit euch.

Und natürlich an Dagmar, ich hoffe, du machst noch viele Bergfahrten, Ziele gibt's noch genügend.

In diesem Sinne: Nach der Tour ist vor der Tour!

 

Text von: Uschi K.

Bilder von: Dagmar

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