Bergtour zur „Benediktenwand“ 16-17 Sep

…..na ja, dieses Ziel erreichten nur 2 „Unermüdliche“ unserer 7 Köpfe zählenden Gruppe,
aber ich berichte besser von Anfang an:


Am 16. September machten wir, Annemarie Anneliese, Gina, Marianne, Hermann, Stefan und ich, uns auf den Weg nach Benediktbeuren. Das Wetter war noch recht gut, für den nächsten Tag allerdings sehr schlecht gemeldet – aber, wir sind „ja nicht aus Zucker“! Den nicht eingezeichneten Parkplatz in Pessenbach, von wo aus wir losmarschieren wollten, fanden wir recht bald nach einer guten Fahrt dorthin.

 

Dann ging’s munter los, ziemlich stark bergauf, zunächst durch Wald, dann nach ca. 1 Std. über die steile langgezogene Orterer Alm, an deren Fuß eine kleine Almhütte (mit Wassertrog) zu einer kurzen Rast mit „Wasser tanken“ einlud – es war ja ziemlich warm! Dann noch ca. 200 hm steil bergauf bis zu einem romantischen Sattel (mit Kreuz) zwischen Rabenkopf und Glaswand, der eine gute Aussicht bot trotz der allmählich nahenden dunklen Wolken. Weiter führte der Weg etwa auf gleicher Höhe südlich unterhalb der Glaswand vorbei, etwas bergab durch teils lichten Wald, bis er wieder steil anstieg zur Glaswandscharte. Dort traf er auf einen der Anstiegswege von Benediktbeuren zur Benediktenwand und von dort führte er ca. ½ Std. weiter bergan über einen felsigen Steig bis zu dem „Scheidepunkt“ – links bergab lockte die Tutzinger Hütte, rechts hinauf die Benediktenwand. Und eben hier schieden sich die Geister. Unsere 2 „Unermüdlichen“ (unschwer zu erraten, wer) wollten trotz der inzwischen dicht einfallenden Wolken im Gipfelbereich noch „hoch hinaus“ – etwa 235 hm - , den Rest der Gruppe lockte die ca. 250 hm unter uns liegende Tutzinger Hütte doch mehr!


Also, die 2 stiegen gleich weiter, wir anderen machten statt dessen eine wohlverdiente Pause mit dem „Gipfelschnaps“ – Gerechtigkeit muss sein!


Zwei Männer, die nach uns kamen, leisteten uns kurz Gesellschaft und scherzten: Nachdem sie unser heutiges Ziel erfragt hatten, sagte der eine, dorthin sollten wir nicht gehen, der Wirt sei unmöglich, er müsse es wissen, da er ihn schon lange kenne - und deutete dabei auf seinen Kameraden. Darauf gingen beide lachend in Richtung Hütte. Wir ließen uns noch etwas Zeit und folgten dann auch dem Weg hinab, dabei schienen Hermann und Annemarie magisch von der Hütte angesogen zu werden (Bierduft?). Wir anderen Drei  ließen uns etwas mehr Zeit zum Schauen – erst erspähten wir unterhalb eine große Herde Gämsen (oder doch Ziegen?), etwas später dann drei Steinböcke etwas oberhalb von uns , ziemlich nah! Unten kurz vor der Hütte trafen wir wieder aufeinander. Die zwei „Gipfelstürmer“ kamen eine gute Stunde später aus den Wolken zurück (null Sicht da oben). Inder Hütte wurden wir sehr verwöhnt, alle mit Namen angesprochen und kamen prima unter im ruhigen Nebenhaus incl. freier Dusche. Als dann allerdings der erwartete Regen einsetzte, mussten wir durch diesen zwischen Hütte und unserem Lager spurten.


Am nächsten Vormittag gäbe es eine Bergmesse, doch „fast“ alle wollten nach dem reichlichen Frühstück lieber aufbrechen – also ging’s, gut eingepackt, hinaus in den Regen. Dieser gestaltete sich gar nicht so schlimm, wie angekündigt, es ging zunächst in einer Schlucht bergab Richtung Benediktbeuren, dann über eine Alm, auf der wir das Verladen einer Kuh beobachten konnten und weiter unten erfuhren wir von zwei Männern, dass alle nun ins Tal gebracht würden, die weiblichen Tiere in ihre Winterstallungen und die männlichen (o je) zum Schlachter!


Der Regen wurde leichter, weiter ging’s an einem romantischen Wildbach eben entlang (gerade richtig, dieses Wetter dazu), dann wieder bergab durch Wald, um schließlich durch „Wildnis“  einem offensichtlich aufgelassenen Weg zu folgen, immer der imaginären Nase nach, die uns schließlich noch durch eine mit gemischtgeschlechtlichem Jungvieh besetzte Weide führte, um dann auf den Weg von Benediktbeuren nach Pessenbach zu stoßen. Auf diesem erwarteten uns auch noch einige wilde Natureindrücke beim Überqueren etlicher Wildbäche.


Bereits gegen Mittag am Parkplatz angekommen (nach 3 Std. Gehzeit), wurden schnell trockene Sachen angelegt und zum Kloster Benediktbeuren gefahren. Dort herrschte rechter Betrieb, wir wurden von Parkwächtern zu einer großen wiese geleitet. Nachgefragt, erfuhren wir, dass ein Handarbeitsmarkt im Klosterhof diese große Schar anlockte. Vom Auto suchten wir um den Klosterkomplex herum den Eingang zum Gasthaus. Mit viel Glück fanden wir einen ruhigen Tisch, der gerade frei wurde, speisten klösterlich und dazu günstig, freuten uns über schnelle Bedienung und schlenderten zum Schluss noch über den interessanten Markt zu den Autos zurück. So war die Tour, trotz des teilweise schlechten Wetters, eine „runde Sache“.


PS.  Diese Bergtour wird 2017 wieder angeboten, vielleicht ist dann der Wettergott auch noch gutgelaunt!


Text und Bilder von: Dagmar

01_CIMG8767
01_CIMG8767 01_CIMG8767
02_CIMG8768
02_CIMG8768 02_CIMG8768
03_CIMG8769
03_CIMG8769 03_CIMG8769
04_CIMG8770
04_CIMG8770 04_CIMG8770
05_CIMG8771
05_CIMG8771 05_CIMG8771
06_CIMG8772
06_CIMG8772 06_CIMG8772
07_CIMG8773
07_CIMG8773 07_CIMG8773
08_CIMG8774
08_CIMG8774 08_CIMG8774
09_CIMG8775
09_CIMG8775 09_CIMG8775
10_CIMG8776
10_CIMG8776 10_CIMG8776
11_CIMG8777
11_CIMG8777 11_CIMG8777
12_CIMG8778
12_CIMG8778 12_CIMG8778