Bericht Sektionsabend 04.2017

Die Nepalhilfe Beilngries e.V. war wieder einmal mit einem Vortrag beim Alpenverein.
Michael Rebele schildert eindrücklich die Zeit nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal.

 

Beim Bildervortrag am vergangenen Sektionsabend des Alpenvereins im Pfarrsaal von St. Martin ging es  diesmal weniger um die höchsten Berge der Erde, als um die Vorstellung der privaten Initiative von vier „Gendarmen“ ins Leben gerufenen Hilfe und Unterstützung in sozialen und humanitären Bereichen im ehemaligen Königreich Nepal, nämlich der „Nepal­hilfe Beilngries e.V.“. Die Projektarbeit der letzten Jahre erstreckt sich über den Betrieb und die Erweiterung mehrerer bereits errichteter Schulen, ein Hospital das dem armen Teil der Bevölkerung mit Krankenversorgung und Medikamenten hilft, den Bau und die Ausstattung von OP-Sälen, die Errichtung von Kinderhäusern, Trinkwasserprojekte und Krankenstationen im Kathmandutal und den angrenzenden Regionen.

 

Die Nepalhilfe Beilngries e.V. konnte am 18.03.2017 ihr 25-jähriges Jubiläum feiern und der besondere Bezug zu Deggendorf, so der Vortragende Michael Rebele, entstand über die Bereitschaftspolizei und den langjährigen Alpenvereinsvereinsvorstand und Polizeibergführer Poidl Hausinger. Sie kennen sich bereits seit 1974 aufgrund gemeinsamer beruflichen Ausbildung und Rebele ist auch nicht das erste Mal bei der Deggendorfer Sektion.

 

So waren auch viele der Besucher neugierig auf die Berichte über die gegenwärtige Situation  
nach dem verheerenden Erbeben am 25.04.2015 bei dem es im Epizentrum um die Haupt­stadt Katmandu und  die angrenzenden Regionen 9000 Tote und 30.000 Verletzte gab. Viele Menschen mussten Monate lang in Zelten leben und Kinder konnten teils nur in behelfsmäßi­gen Wellblech- oder Bambushütten unterrichtet werden.

 

Rebele schilderte in seinem Rückblick die Anfangszeit von vor 25 Jahren. „Wir waren 4 Gendarmen aus Beilngries und wollten auf einer Trekkingtour rund die Annapurna einfach nur die hohen Berge sehen“ so der Vortragende, „als wir auf unserer Reise einen Nepali kennen lernten, der damals schon jährlich in Greinau bei Garmisch 3 Monate arbeitete und uns einfach fragte: Könnt Ihr in meinem Dort eine Schule bauen?“ Vor 25 Jahren ist dann die erste Schule in Kadamabas entstanden.

 

Über Benefizveranstaltungen, durch Vorträge, Verkauf von eigenen Bergsteigerkalendern und die Unterstützung namhafter Bergsteiger und Firmen konnten wir Gelder sammeln und so wurde bereits 2007 die 13. Schule eingeweiht. Dabei versucht der Verein, auch die Menschen vor Ort mit einzubinden in Form von eigener Arbeitsleistung und zur Verfügung Stellung des Grundstücks, so dass bis zu 30% des jeweiligen Projekts selbst getragen wird. Wichtig sind dabei die beiden Vertrauensper­sonen, die in Nepal die die Abläufe koordinieren und den Geldeinsatz verwalten. Bei der Eröffnung eines von der Nepalhilfe errichteten Kinder­hau­ses im Jahr 1996 war sogar die Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten, Frau Christiane Herzog zu Gast.

 

Neben dem Bau von Schul- und Kinderhäusern ist dem Verein auch aus drittes Standbein die Gesundheit und Fürsorge von Frauen und Kindern wichtig. Selbst unter Überwindung großer bürokratischer Hürden ist es gelungen, im Laufe der Jahre mehrere Sanitätsfahr­zeuge und 2 Feuerwehrautos nach Nepal zu liefern. In seinen Schilderungen konnte Rebele auch sehr gut klarmachen, dass die durch die Nepalhilfe gesammelten Gelder vollumfänglich bei den Menschen in Nepal ankommt.

 

Das schwere Erdbeben 2015 hat erhebliche Sachschäden an den schulischen Einrichtungen im Sindhupalchok-Distrikt des Vereins hinterlassen und so mussten sechs Schulen neu gebaut werden und bei 8 weiteren umfangreiche Reparaturmaßnahmen durchgeführt werden. Mit 9000.000 Euro Gesamtschaden hierfür wird gerechnet und ein Teil der beschä­dig­ten Gebäude, konnte bereits zum Teil schon wieder Instand gesetzt werden. Im Laufe der Vereinsgeschichte, hat die Nepalhilfe Beilngries e.V. bereits 10 Millionen Euro für seine Projekte aufgebracht.

 

So basiert die Finanzierung der Projekte auf Spenden und Rebele verwies in diesem Zusammenhang auf die Website: www.nepalhilfe.org auf der man dann auch auf das Spen­denkonto bei der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG stößt mit folgender IBAN:
DE 05 7216 0818 0004 622707. Solche werden jederzeit gerne entgegen genommen.

 


wang

 


Melchaur Schule 2013

Einweihungsfeierlichkeiten der Melchaur Schule 2013

 

Melchaur Schule 2015

dann die Schäden nach dem Erdbeben 2015.